25.02.2019 – Ideen zur Förderung des Radverkehrs

Der AK hat als Ergebnis seiner bisherigen Arbeit und auch in Vorbereitung auf die kommende Kommunalwahl verschiedene Maßnahmen entwicklelt und dem KV Vorstand zur Umsetzung vorgeschlagen. Einige Maßnahmen können zeitnah durchgeführt werden, andere brauchen eine längere Vorbereitung bzw. fliesen in das Kommunalwahlprogramm ein.

Maßnahme 1: Aufruf zu Barrieren (kurzfristig)

Über eine Pressemitteilung und Facebook sollen Bürger*Innen dazu aufgerufen werden, bestehende Barrieren auf Radwegen in Hamm an den KV zu melden. Wolfgang Ruthe wird sich im den Text kümmern.

Hintergrund: Heinrich Hegener hatte sich jüngst – mit Erfolg! – für das Entfernen einer sinnfreien Fahrradbarriere eingesetzt. Hiervon dürfte es in Hamm noch einige weitere geben.

Maßnahme 2: Parking Day (20. September 2019)

Der Parking Day ist ein seit 2005 international jährlich begangener Aktionstag zur Re- Urbanisierung von Innenstädten:

Immer am dritten Freitag des Monats September werden weltweit Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung wie der als grüne Oase bzw. Pflanzinsel, als Gastronomie- und Sitzfläche, Fahrradabstellfläche usw. zugeführt.

Der KV möchte erstmals eine entsprechende Aktion am 20.9.2019 in Hamm durchführen. Als möglicher Ort werden öffentliche Parkstreifen an der Widumstraße genannt. Eine Vor- Ort-Begehung wird vorher noch erfolgen.

Eine Kooperation mit anderen Institutionen wie FUgE, u.a. erscheint sinnvoll, damit die Aktion entsprechende Breitenwirkung entfaltet.

Maßnahme 3: Mehr Fahrradstellplätze

An den Eingangsbereichen der Fussgängerzonen sollen Fahrradabstellplätze aufgestellt werden, um die Anreise mit dem Fahrrad für Besucher/Einkäufer zu den Einkaufszielen attraktiver zu machen.

Auch auf einem Teil der City-nahen Autoparkplätze könnten Fahrradstellplätze entstehen.

Maßnahme 4: Tempo 30 in der Innenstadt

Als zusammen mit Maßnahme 5 wichtigster Vorschlag wird eine flächendeckende Tempo-30- Zone für die Innenstadt (Ausnahmen: Ausfallstraßen/ Hauptverkehrsstraßen) genannt.

Radfahrwege in der Innenstadt sollen durchgehend farblich gekennzeichnet und Verkehrsflächen sukzessiv ebenerdig (ohne Hochbordsteine o.Ä.) umgestaltet werden.

Maßnahme 5: Schaffung zentraler bewirtschafteter Parkflächen

Als Problemfeld für ein gleichberechtigtes Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer wird der ruhende Verkehr ausgemacht. Parkende Autos am Straßenrand nehmen auch in Hamm einen nicht unerheblichen Teil der

Verkehrsflächen ein und stellen gleichzeitig eine Gefahrenquelle für Radfahrer und Fußgänger dar.

Gerade in Hamm gibt es viele Baulücken, Hinter- und Garagenhöfe. Diese könnten zu zentral bewirtschafteten Parkplätzen oder

Parkpaletten (auch mit Ladesäulen) für die Anwohner des sie umgebenden Wohnquartiers ausgebaut werden.

Im Gegenzug könnten Parkstreifen entlang der Straßen entfallen und zu Fuß-/Fahrradwegen und/oder innerstädtischer Grünstreifen umgewidmet werden. Dies würde zu einer deutlichen Erhöhung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in der Innenstadt führen.