Grüne Hören Zu!

Grüne hören zu: Seit mehr als einem Jahr im direkten Austausch mit den Menschen in Hamm

Seit Juni 2025 sind die Hammer Grünen regelmäßig in der Innenstadt präsent und suchen das direkte Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Unter dem Motto „Grüne hören zu!“ geht es darum, zuzuhören, konkrete Anliegen aufzunehmen und zu erfahren, welche Themen die Menschen in Hamm beschäftigen.

Auch in diesem Sommer setzen die Grünen den Bürgerdialog fort. Am vergangenen Samstag, 22. August, waren die Hammer Grünen erneut in der Innenstadt. Auf Einladung der Landtagskandidatin Michèle Doré und mit Unterstützung der Bundestagsabgeordneten Sylvia Rietenberg kamen zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit dem Team ins Gespräch.

„Wir wollen nicht nur über die Menschen in Hamm sprechen, sondern mit ihnen. Deshalb gehen wir regelmäßig raus, hören zu und nehmen die Anliegen mit“, sagt Michèle Doré, Landtagskandidatin der Grünen in Hamm.

Die Gespräche zeigen ein breites Spektrum an Themen. Dabei geht es häufig um sehr konkrete Fragen des Alltags, aber auch um grundsätzliche gesellschaftliche Entwicklungen.

Barrierefreiheit und öffentlicher Nahverkehr

Ein wiederkehrendes Thema ist die Barrierefreiheit im Busverkehr. Eine ältere Bürgerin berichtete, dass sie als Rollatorfahrerin beim Einsteigen wiederholt auf Schwierigkeiten gestoßen sei. Sie beklagte fehlende Unterstützung durch Busfahrer und Situationen, in denen die Rampe nicht ausgefahren wurde.

Für die Grünen zeigen solche Rückmeldungen, dass Barrierefreiheit nicht allein eine Frage technischer Ausstattung ist. Entscheidend ist auch, ob Menschen im Alltag tatsächlich selbstständig und sicher unterwegs sein können.

Radverkehr und Verkehrssicherheit

Auch der Radverkehr wurde mehrfach angesprochen. Viele Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner sehen in Hamm bereits Verbesserungen, wünschen sich aber weitere Schritte.

Genannt wurden unter anderem unklare oder verbesserungsbedürftige Ausschilderungen an der Münsterstraße, in der Innenstadt, an der Sternstraße und am Bockumer Weg. Auch der Wunsch nach besser geschützten Radwegen und mehr Rücksicht im Straßenverkehr wurde mehrfach geäußert.

Gleichzeitig wurde die Verkehrssituation in der Innenstadt kritisiert. Besonders das schnelle und laute Fahren von Autos sowie lange Wartezeiten an Ampeln beschäftigen die Menschen.

Mehr Grün und besserer Hitzeschutz

Stadtgrün und Hitzeschutz gehören ebenfalls zu den Themen, die sich durch mehrere Gespräche ziehen. Bürgerinnen und Bürger wünschen sich mehr Bäume, begrünte Fassaden und mehr schattige Aufenthaltsmöglichkeiten.

Mit Blick auf die zunehmenden Hitzebelastungen wurde auch die Frage nach einem besseren Schutz vor hohen Temperaturen angesprochen. Andere Gesprächspartner verwiesen auf Beispiele aus Städten wie Münster.

Aufenthaltsqualität und Innenstadt

Auch die Gestaltung der Innenstadt beschäftigt die Menschen. Der Westentor wurde als wenig attraktiver Ort beschrieben. Gewünscht werden mehr Sitzmöglichkeiten und Orte, an denen Menschen sich gerne aufhalten.

Ähnliche Hinweise gab es bereits bei früheren Bürgerdialogen. Fehlende Sitzgelegenheiten, verschmutzte Plätze und Probleme mit öffentlichen Toiletten wurden angesprochen.

Sauberkeit und Müll

Die Sauberkeit im Stadtgebiet ist ebenfalls ein wiederkehrendes Thema. Bürgerinnen und Bürger beklagen Müll in der Innenstadt und Probleme bei der Müllabfuhr.

Dabei geht es den Gesprächspartnern nicht nur um die Frage, wie häufig gereinigt wird. Es geht auch um das Erscheinungsbild der Stadt und darum, dass öffentliche Räume gepflegt und lebenswert bleiben.

Bildung und Kosten im Alltag

Auch Familien und Schülerinnen und Schüler brachten konkrete Themen ein. So wurden die Preise der Cafeterien an Schulen als zu hoch kritisiert.

Damit verbunden ist eine größere Frage, die ebenfalls mehrfach angesprochen wurde: Wie können Bildung, Mobilität und andere Leistungen des täglichen Lebens für Familien bezahlbar bleiben?

Soziale Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt

Neben kommunalen Themen ging es in den Gesprächen immer wieder um soziale Sicherheit, Renten, steigende Kosten und die wirtschaftliche Entwicklung.

Ein ehemaliger Betriebsrat sprach beispielsweise über steigende Arbeits- und Lohnnebenkosten sowie die Frage, wie Gewerkschaften und Unternehmen langfristig zu tragfähigen Lösungen kommen können.

Auch der gesellschaftliche Zusammenhalt beschäftigt viele Menschen. Einige Gesprächspartner beklagten einen zunehmenden Verlust von Respekt und gegenseitiger Rücksichtnahme. Andere forderten von der Politik mehr Bürgernähe und weniger Streit.

Demokratie und Klimaschutz

Die Gespräche zeigen auch, dass politische Diskussionen kontrovers geführt werden. Die Einschätzungen zur Demokratie, zu Parteien und zur Klimapolitik gehen teilweise deutlich auseinander.

Einige Bürgerinnen und Bürger äußerten große Sorge über die Entwicklung der Demokratie und den zunehmenden Einfluss der AfD. Andere kritisierten die etablierten Parteien oder stellten die Klimawirkung von CO₂ infrage.

Gerade diese unterschiedlichen Positionen gehören für die Grünen zum Charakter des Bürgerdialogs. „Grüne hören zu!“ soll kein Format sein, bei dem nur Zustimmung gesammelt wird. Auch Kritik und andere Sichtweisen sollen ausgesprochen werden können.

Zuhören als Grundlage für politische Arbeit

Die bisherigen Gespräche ergeben damit kein abgeschlossenes Stimmungsbild. Die Reihe läuft weiter. Die bisherigen Rückmeldungen zeigen aber bereits, welche konkreten Fragen die Menschen in Hamm beschäftigen: Barrierefreiheit, Verkehr, Radwege, Stadtgrün, Hitzeschutz, Sauberkeit, Aufenthaltsqualität, Bildung, soziale Sicherheit und die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Grünen wollen diese Gespräche fortsetzen. Der nächste Bürgerdialog „Grüne hören zu!“ ist für den 29. August 2026 angekündigt. Weitere Termine folgen im September.

„Zuhören heißt, die Menschen und ihre Anliegen ernst zu nehmen. Genau deshalb wollen wir weiter vor Ort sein und im direkten Gespräch erfahren, was in Hamm gut läuft und wo die Menschen Veränderungen erwarten“, sagt Michèle Doré.

Seit dem Start der Reihe am 7. Juni 2025 ist damit ein regelmäßiger Bürgerdialog entstanden, der über einzelne Wahlkampfaktionen hinausgeht.

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