Die Lippeaue in Hamm ist Vorbild für den Hochwasserschutz

Regionalpakt bestätigt: Die Lippeaue in Hamm ist Vorbild für den Hochwasserschutz der Zukunft

Die Lippeaue in Hamm zeigt, wie moderner Hochwasserschutz funktioniert: Mehr Raum für den Fluss, mehr Schutz für die Menschen und gleichzeitig mehr Natur- und Erholungsflächen. Dass dieses Konzept nun als Vorbild für die gesamte Emscher-Lippe-Region dienen soll, ist ein wichtiges Signal.

Bei seinem Besuch im Hammer Erlebensraum Lippeaue unterzeichnete NRW-Umweltminister Oliver Krischer gemeinsam mit Oberbürgermeister Marc Herter den Regionalpakt für den Hochwasserschutz an Emscher und Lippe. Ziel ist es, Flüssen künftig wieder mehr Platz zu geben, Hochwasserrisiken zu verringern und die Region besser an die Folgen der Klimakrise anzupassen.

Der Erlebensraum in Hamm zeigt bereits eindrucksvoll, wie das gelingen kann. Durch die Rückverlegung des Lippe-Deichs wurde eine natürliche Auenlandschaft geschaffen, die bei Hochwasser gezielt überflutet werden kann. Gleichzeitig entstand ein wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie ein attraktives Naherholungsgebiet. Dass dieses Konzept funktioniert, hat das Weihnachtshochwasser 2023 eindrucksvoll bewiesen.

Mit dem Regionalpakt wollen Land, Kommunen und Wasserverbände dieses erfolgreiche Prinzip auf das gesamte Einzugsgebiet von Lippe und Emscher übertragen. Insgesamt umfasst das Programm 28 Maßnahmen. Für Hamm gehört dazu unter anderem die ökologische Aufwertung des Herringer Bachs. Auch eine weitere Renaturierung der Ahse bleibt aus Sicht der Stadt und des Lippeverbands eine wichtige Perspektive.

Für die Grünen Hamm ist klar: Natürlicher Hochwasserschutz ist ein Gewinn auf mehreren Ebenen. Renaturierte Flüsse schützen Menschen vor Hochwasser, stärken die Artenvielfalt, verbessern das Stadtklima und schaffen attraktive Erholungsräume. Die Lippeaue beweist, dass Klimaanpassung und Lebensqualität zusammengehören.

Besonders erfreulich ist, dass auch eine Erweiterung des Erlebensraums nach Westen wieder in den Blick rückt. Dieses Vorhaben musste 2018 aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden. Nun stößt die Idee sowohl beim Umweltministerium als auch beim Lippeverband auf großes Interesse. Die angekündigten Investitionen des Landes in den Hochwasserschutz bieten die Chance, dieses wichtige Projekt endlich weiterzuverfolgen.

Die Grünen Hamm werden sich weiterhin dafür einsetzen, dass die erfolgreiche Entwicklung der Lippeaue konsequent fortgeführt wird – für mehr Sicherheit vor Hochwasser, mehr Natur und eine klimaresiliente Stadt.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen